Konfi3/8

Konfirmanden

Meinen Weg unter Gottes Segen gehen - Konfi 3/8 in Lingen

So lautet das Leitmotiv für das Konzept, mit dem die vier evangelisch-lutherischen Gemeinden sowie die reformierte Gemeinde in Lingen 2013 ihre Konfirmandenarbeit auf das »Konfi 3/8-Modell« umgestellt haben.

Alle Kinder, die im Sommer in die 3. Klasse kommen, sind der neue Konfi 3-Jahrgang, der jeweils  Ende November startet und vor den Sommerferien des nächsten Jahers endet. In kleinen Gruppen begleiten Eltern oder jugendliche Teamer*innen die Kinder und erschließen mit ihnen kreativ biblische Geschichten, denken über Taufe und Abendmahl nach, feiern gemeinsam.
Natürlich können auch Kinder angemeldet werden, die noch nicht getauft sind. Wir verabreden dann gemeinsam mit den Familien einen Tauftermin.

Was ist Konfi 3/8?
Dieses Modell beginnt mit einem ersten Unterrichtsjahr schon in der 3. Klasse. In der Zwischenzeit bis zum zweiten Unterrichtsjahr in Klasse 8 bieten die Kirchengmeinden in Zusammenarbeit mit der Koordinatorin  verschiedene  Aktionen an, an denen die Kinder aus allen evangelischen Kirchengemeinden und ihre Freunde teilnehmen können.  Durch diese Streckung der Konfirmandenzeit begegnen wir als Kirche den Konfis also mehrmals in unterschiedlichen Lebensaltern und so kann ein guter und daherhafter Kontakt und Freude am Gemeindeleben entstehen.

Warum Konfi 3/8?
Es gibt gute Gründe für das Konfi 3/8-Modell: Kinder wie Eltern erleben sich wieder mehr als Teil ihrer Kirchengemeinde und dadurch wird das Gemeindeleben bereichert. Ganz wichtig sind uns hierbei auch die Verbindungen zu bestehenden Kindergottesdiensten oder familiengerechten Gottesdiensten und Veranstaltungen. Konfi 3 beginnt schon in der 3. Klasse, weil Kinder zwischen 8 und 10 Jahren erfahrungsgemäß sehr begeisterungsfähig für biblische Geschichten und kirchliche Inhalte sind. Die Themen Taufe und Abendmahl stehen dabei im Mittelpunkt und werden in den entsprechenden Gottesdiensten zusammen mit ihren Eltern zum Höhpunkt dieses ersten Jahres. Dem kirchlichen Auftrag Diakonie-Nächstenliebe wird in der 6. Jahrgangsstufe (im 1. Schulhalbjahr) in einem Diakonie-Erlebnistag und Besuchen von diakonischen Einrichtungen nachgespürt. Im 7. Jahrgang (nach den Sommerferien) führt eine Freizeit in das Thema Gottesdienst ein. Dann beginnt auch der regelmäßige Besuch von Gottesdiensten und eine eigene Mitgestaltung von Konfi-Gottesdiensten. Wiederum nach den Sommerferien wird der nunmehr 8. Jahrgang bis zur Konfirmation nach Ostern geführt. Im Anschluss an die Konfirmation bieten wir interessierten Mädchen und Jungen weiterführende Angebote und Ausbildungsmöglichkeiten als Teamer*innen an.

Paul-Gerhard Meißner (Pastor) - Text überarbeitet, Stand Feb. 2022

Die Konfirmandenzeit beginnt wieder

Der neue Konfi 8-Jahrgang (Lingen) beginnt bereits am Dienstag, 14. Mai von 16:00 bis 17:30 Uhr im Gemeindehaus Bäumerstraße. Weitere Informationen demnächst.

Evangelische Jugendarbeit in Lingen soll gestärkt werden

Neue Koordinatorin der evangelischen Jugendarbeit in Lingen ist die Diakonin Manuela Janssen (Dritte von links). In der Lingener Pastorenrunde ist sie jetzt von (v.l.) Orsolya Schütte-Gál (Johanneskirche), Heike Mühlbacher (Trinitatis), Helen-Kathrin Treutler (Johannes), Norbert Mühlbacher (Christuskirche) und Paul-Gerhard Meißner (Kreuzkirche) begrüßt worden.

Diakonin Manuela Janssen neu im Amt

80 bis 110 Jugendliche werden in den evangelischen Kirchengemeinden in Lingen jedes Jahr konfirmiert. Sie zu betreuen, ihnen dauerhaft ein Engagement in den Kirchengemeinden zu ermöglichen und die Stärkung generationsverbindender Angebote zählt ab sofort zu den Aufgaben der Diakonin Manuela Janssen.

Lingen ist dabei für die gebürtige Ostfriesin kein Neuland, denn vor gut 25 Jahren hat sie ihr praktisches Studiensemester in der Trinitatiskirche in Lingen absolviert. „Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt, bin gerne zurückgekommen und habe schon viele mir vertraute Stellen wiederentdeckt“, berichtet sie nach ihren ersten beiden Arbeitswochen in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Digitale Angebote

Aktuell lernt sie erst einmal alle evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt besser kennen. Doch sie hat auch schon erste Ideen für die Jugend- und Konfirmandenarbeit in Coronazeiten, die sie in der regelmäßig tagenden Pastorenrunde vorstellte: „Auf Instagram könnte man einen digitalen Fotowettbewerb anbieten und auch eine Rad-Rundtour zu allen Kirchen in der Stadt gemeinsam mit den Eltern könnte ich mir gut vorstellen.“ So sollen vor allem für die Jugendlichen, die in diesem Jahr eigentlich konfirmiert werden sollten und coronabedingt darauf nun längere Zeit warten müssen, Angebote entwickelt werden.

Mehr generationsübergreifende Projekte

Gerade gemeinsame Aktivitäten von Jugendlichen mit ihren Eltern passt dabei zu ihrer Stellen- und damit Aufgabenbeschreibung: Demnach soll sie zwar die offene Jugend- und die Konfirmandenarbeit begleiten, neue Gottesdienstformate entwickeln und Projekte initiieren, die Konfirmanden den Weg in die weitere kirchliche Jugendarbeit zum Beispiel als Teamer erleichtern sollen. Aber nicht nur: Auch den Aufbau generationsüberfreifender Angebote soll sie im Rahmen des Projektes „Gottes Segen weitergeben...“ künftig genauer im Blick haben.

Geboren und aufgewachsen ist Manuela Janssen im ostfriesischen Steenfelde. Und dort hat sie sich auch nach ihrer Konfirmation in der kirchlichen Jugendarbeit engagiert: „An sechs Abenden pro Woche war ich in der Gemeinde aktiv. Da habe ich mich nach meiner Ausbildung zur Bürokauffrau gefragt, wie ich das zu meinem Beruf machen könnte. Acht Bekannte aus meinem Jugendkreis sind Pastor geworden.“

Studium statt Büro

Sie entschied sich für ein Studium zur Diakonin an der Malche in Porta Westfalica -eine ihr bis heute unbekannte Person ermöglichte ihr durch die Übernahme sämtlicher Studienkosten die Ausbildung. „Für mich war das ein Zeichen, dass Gott wollte, dass ich diesen Weg gehe. Diakonin, das ist für mich bis heute eine Berufung und nicht nur mein Beruf.“

Und so arbeitete sie in den kommenden drei Jahren nicht im Büro. Vielmehr standen Theologie, Sozialpädagogik, Predigtlehre, Religionspädagogik und Chorleitung auf ihrem Stundenplan. Nach einem Anerkennungsjahr in Melle und einer parallel absolvierten Prädikantenausbildung arbeitete sie in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen unter anderem in Köln, im Wendland und zuletzt in Mönchengladbach. Und warum jetzt Lingen? „Ich finde es spannend, mit Jugendlichen zu arbeiten. Außerdem reizt mich das Konfi-Modell als neue Form des Konfirmandenunterrichtes hier in Lingen.“ Und wenn Zeit für Hobbies bleibt, liest und hört sie gerne Krimis, besucht Musikfestivals wie das Hurricane und kümmert sich um ihre inzwischen drei Patenkinder.

Bericht: Carsten van Bevern
Lingener Tagespost Ausgabe vom 18.06.2020

Diakonin

Manuela Janssen
Manuela Janssen
Baccumer Str. 4
49808 Lingen (Ems)